Des Anarchisten Regelwerk

 
Um es vorwegzunehmen: Fuck Anarchokapitalisten! Das sind keine Anarchisten, sondern herrschsüchtige Hurensöhne, die ihre Allmachtsfantasien möglichst ohne Widerstand ausleben wollen. Ganz oben mitspielen sollen dabei nur die skrupellosesten Geschöpfe auf Satans verdammter Erde, die erschaffen wurde, um Grenzen durch sie hindurchzuziehen. Offensichtlicher Schwachsinn, der allerdings das Potenzial aufweist, sich in kürzester Zeit zu verbreiten, wenn der Zenit der aktuellen Machtstrukturen erreicht ist. Diese unterscheiden sich in ihren Grundlagen eigentlich nicht sonderlich von denen, die diesen Outlaws vorschwebt. Der entscheidende Unterschied liegt letztlich darin, dass das gleiche Scheissspiel einfach nochmals von vorne gestartet werden soll, um die Karten neu zu mischen. Was daraus entstehen wird, ist eine mindestens genauso einschränkende Gesellschaft, die sich mit derselben Denkweise unter den gegebenen Umständen entwickeln und vermutlich in einer Mischung aus Mad Max und Joker enden wird. Die wahrhaftige Apokalypse also, wenn es - wie davon ausgegangen werden muss - doch nichts wird mit der Weltrevolution von linksanarchistischer Seite aus, die sich immer weniger mit anderen Ausprägungen der Linken Faust identifizieren kann. Daher muss eine Art Regelwerk her, das die Absichten eines wahren Anarchisten dem Abschaum näherbringt, damit er nicht den Parolen geisteskranker Zeitgenossen verfällt. Eigentlich sehnen sich alle nach mehr Selbstbestimmung und Bewegungsfreiheit, die zwar bei Vernunftbegabten Verantwortung für das eigene Handeln miteinbezieht, aber dabei ohne Zwang auskommt. Ähnliches versprechen auch diese abartigen Anarchokapitalisten, wie auch artverwandte Neoliberale, Rechtsextreme und auf der anderen Seite Kommunisten, Marxisten - also unter dem Strich Sozialisten, die allerdings in ihren Analysen nicht bis zum Schluss gehen. Eingedrückt von beiden Seiten fühlen sich Konservative eingeschränkt durch die grosse Auswahl und platzen schon fast durch den inneren Druck der unterdrückten Gefühle, für die sie sich schämen. Im Zweifel entscheiden sie sich allerdings für die stärkste Gruppierung - also meist was aus der Rechten Ecke. Für sie scheint es so, als dass der ständig heraufbeschworene Schrecken erst dann enden könnte, wenn die Streitereien der Seiten beendet wurde, die die Spaltung der Gesellschaft doch erst vorantreiben, wovon sie überzeugt sind, weil sie es nicht besser wissen. Dabei geht es bei diesen - euphemistisch ausgedrückt - Diskussionen um mehr, als sie geistig überhaupt fähig sind zu fassen. Sie sind die wahren Schäfchen, die stolz & devot zugleich unhinterfragt mit der Herde gehen und dabei kaum reflektieren, wohin sie dies führt. Es genügt, wenn sie genug oft an Futterstellen vorbeikommen, an denen sie sich bedienen und die eingesammelten Gaben unter ihr Dach bringen können, wo sie mögliche Zweifel wegkonsumieren. Erbärmliches Pack, das gefährlich werden kann, da es zum Denunziantentum neigt. Schon stehen die richtig gefährlichen Halbaffen vor der Türe und prügeln einem halb zu Tode, wenn man ihnen nicht gehorcht. Wenn es einem nicht passt, soll man sich doch ein anderes Land suchen. Kranke & gespaltene Viecher, die sie sind, haben zuletzt Anfang des Monats gezeigt, dass sie schwer bewaffnet sind, aber noch nicht so recht wissen, was nach einer Eroberung geschehen sollte, damit diese auch direkte Auswirkungen hat, die in ihrem Sinne nachhaltige Veränderungen mit sich bringen. Was würde der Anarchist an seiner Stelle tun? Erst einmal sieht seine Protestform ganz anders aus. Sie zeichnet sich durch eine ausgereifte Ethik aus, die selbst Bullenschweine nicht aktiv verletzen will, sich im Notfall lieber wegtragen lässt, wenn mit deren einfachen Geistern gerade keine Kommunikation möglich ist. Der Anarchismus stellt sich an möglichst vielen Orten in den Weg, um Ungerechtigkeiten zu verhindern, prangert an, wie es angemessen ist und erklärt immer und immer wieder, warum Rücksicht & Solidarität unbedingt notwendig sind, um unseren faszinierenden Planeten Erde - unsere Heimat, fuck Europa- und alle anderen Patrioten - gemeinsam zu bewirtschaften, damit wir leben können wie intelligente & glückliche Tiere, die frei sind von jeglicher Unterdrückung & Gewalt. Wir wüssten eigentlich alle, wie es geht. Also sprach Gonzo-19 ...
 
- RvH - 31.01.2021 - 02:46 - 0297 -

Macht: Ein Missbrauch!

 
Skandalös! Menschentiere bestimmen über andere Menschentiere, was bisweilen akzeptiert und kaum hinterfragt wird. Soweit mal zu der grundsätzlichen Definition des Prinzip Macht, was über sie alle wacht und sich insofern von gutgemeintem Einfluss mit entsprechend positiven Auswirkungen unterscheidet. Bei der weiteren Auseinandersetzung dieses gesellschaftlichen Phänomens sollte dringend bedacht werden, dass es sich zwar mit dem Begriff der Macht zusammenfassen lässt, woraus sich aber nicht schliessen lässt, dass die dahinterliegenden Dynamiken ebensoleicht zusammengefasst werden können. Das Sozialleben des Menschentieres und die zahlreichen Einflüsse darauf spielen sich auf unzähligen Ebenen ab und werden von noch zahlreicheren Subjekten mitbeeinflusst. Auf der kleinsten und direktesten Ebene hat sogar jedes Menschentier einen gewissen Handlungsspielraum, der sich zumindest durch die Wahlmöglichkeit unterschiedlicher Optionen zeigt, die mit einer Weggabelung verglichen werden kann. Hierbei können manche Pfade allerdings in ein noch unfreieres Leben führen, in das man letztendlich aktiv oder passiv geworfen wird. Diese Lebensrealität betrifft die sogenannte Masse, die den grössten Teil dieser Spezies ausmacht. Trotz einer potenziell höheren Intelligenz, mit der ganz andere Wege möglich wären, was sie letztendlich von den klassischen Tieren unterscheidet, bietet sich diese Möglichkeit den wenigsten an. Zwar profitieren viele von den Errungenschaften der Menschheitsgeschichte, aber nutzen diese nur, um zu funktionieren. So bleibt einiges an vergeudeten Potenzial auf der Strecke, wodurch der Frust mit der fortlaufenden Existenz eines jeden Einzelnen steigt und diese langsam ausbrennen lässt. Es sei denn, dass Ventile auftauchen, durch die der gröbste Druck abgelassen werden kann, was zwar nicht zwingend zu einer Heilung führt, aber zumindest ein Vakuum in den geschundenen Seelen schafft, auf dem man aufbauen kann - auch von aussen. Beliebte, meist über Generationen weitergetragene und durch machtpolitische Einflussnahme bestärkte Ventile sind Feindbilder in der Form von gesellschaftlichen Gruppen, deren Bedeutungen nie vollkommen verstanden wurden. Ob es sich dabei nun um sogenannte Ausländer oder Andersfarbige handelt, um geschlechtliche Unterschiede oder religiöser Wahn, der sich in unterschiedlichen Formen zeigt, ist dabei erst einmal egal. Entscheidend ist, wie und wo man zufälligerweise geboren wurde, um die eigenen Feinde - oder zumindest Fremde - zu erkennen, die durch ihre Existenz die eigene Identifikation erst ermöglichen, die für viele notwendig ist, um in der Komplexität und den Gefahren der Welt nicht unterzugehen. Solche Unsicherheiten sind die Grundvoraussetzung, um über Menschen bestimmen zu können. Wenn sie sich bedroht fühlen - und sei es auch nur sehr vage einschätzbar - sind Lebewesen zu allerlei reaktionären Taten fähig. Gerne folgen sie dem eindrücklichsten Ruf und werden die Hoffnungen nicht allzu grob enttäuscht, kann daraus eine längerfristige, voneinander gegenseitig abhängige Beziehung entstehen, die sich längst auf allen Ebenen ausgebreitet und gesellschaftliche Strukturen durchtränkt hat. Tatsächlich sind sie in erster Linie durch Macht und ihre jeweilige Aufteilung auf Staatsgebiete und Unternehmen geprägt. Eine freiheitliche Übereinkunft über ihre Organisation und Verteilung, die bei Bedarf angepasst werden kann, besteht nicht, sondern wird wie bis anhin üblich vorausgesetzt und nur in gefühlten Notsituationen verändert. Die Meisten konzentrieren sich auf einzelne Aspekte ihres Daseins, die, wenn sie nicht allzu sehr eingeschränkt werden, genügen, um sich in der Illusion eines glücklichen Lebens wiederzufinden. Alle Gedankengänge, die darüber hinausgehen, werden nicht bedacht und - sobald sie sich aufdrängen - sogleich wieder weggeschoben. Wenn das in Teilen nicht mehr möglich ist, muss eine einfache Lösung her, die immer einen klaren Schuldigen kennt. Von oben betrachtet sieht man letztendlich nur eine gescheiterte Spezies, die sich selbst abschlachtet und dabei einbildet, all diese Kämpfe hätten irgendeine Bedeutung, die zu einem angenehmeren Dasein führen. Dabei sind es gerade diese Kämpfe - ob physisch oder psychologisch - die all das Angenehme und Schöne, das nur schon als Planet einfach da ist, erst verunmöglichen, geniessen zu können. Auch wenn man das begriffen hat, bleibt einem diese Erkenntnis auch nur als ein kleines Trostpflaster, das die eigentliche Trauer über all das Chaos nicht überdecken kann, übrig. Währenddessen kann man live dabei zusehen, wie die Lebensgrundlagen immer weiter zerstört werden, so dass auch bei einem weitverbreiteten Willen und Verständnis eines guten Lebens und allem, was dazu gehört, dieses schon bald nicht mehr möglich ist. Und das alles nur wegen hochkomplexen Machtspielen auf allen Ebenen, die nicht verhindert werden können. Oder vielleicht doch?
 
- RvH - 31.01.2021 - 00:14 - 0296 -

Krieg: Ein Verbrechen?

 
Die Schlacht beginnt. Aus dem Dunkel vor uns dringt Geschrei, das erst verweilt, wo es entstand, doch sich sogleich nähert und uns alle eint. In zweierlei Lager gespalten, kam jeweils eine Mannschaft aus der Geschichte angerannt, um sie alle abermals einzusammeln. Dies sind soweit die Hauptadern der Analen, die uns in solch eine Notsituation hineinwarfen, um eine Nation zu verteidigen, die ihren Anteil an Abschaum stets eingliederte. Um diese Sicherheit bestrebt, kam jede Hilfe zu spät und war somit vom Winde verweht wie die Soldaten, die angriffen und sich wehrten. Doch seht, wo ihre Taten und Verbrechen uns hingebracht haben, wodurch wir die Verantwortung tragen, diesen Glücksgriff in die Kriegskasse, den wir heil überstanden, und das erbeutete Kapital angemessen zu schützen. Auch wenn es schmutzig wird, muss uns das nicht stören, denn die Gewinne der Gier werden sich tausendfach erhöhen. Hurensöhne! So schreit es nur der Pöbel, der nicht klug genug in die Strategie des Überlebens eingestiegen ist. Daher müssen ihm ein paar Brotkrümel reichen und unbedingt stillschweigend verarmen. Es darf nicht sein, dass er sich seinen Anspruch zurückerkämpft, weil er sich dadurch nur selber schädigt. Er muss behütet werden und unter kaum erkannten Androhungen von Schlägen pflichtbewusst an die Arbeit gehen für ein erfülltes Leben, bis die Verbrauchten unter ihnen sterben. Derweil tobt der Krieg, den sie stets beliefern, doch sich nicht aktiv daran beteiligen. Selbst der Grosse Bruder tut dies nur im Dämmerlicht der niedergedrückten Terroristenschicht, die sich nicht schickt, zumindest friedlich zu wirken. Sie könnten sich doch einfach auf die richtige Seite schlagen, auf dass dieser Schrecken endlich ein Ende hat, doch markieren sie den Aufmüpfigen, was sich andere Zwerge niemals trauen würden. Auch ist ihr orales Kratzgeräusch nicht annähernd so süss wie das Unsrige, das uns stets ungefährlich wirken liess. Obwohl wir uns eine ordentliche Armee halten, die ausser vor Frau und Kind kaum vor jemanden Halt macht, ist dennoch zur Hilfsorganisation verdammt. Stillgeschwiegen werden diejenigen Truppen in den Kriegsgebieten, die den nächstgrösseren Mächten zur Hilfe stehen in den uninteressanten Szenerien. Dies soll sich nun ändern, denn die Zeiten werden schwerer und unsere Exklusivität nicht ewig währen. So lasst uns schon heute gegen künftig widrige Umstände wehren, unerwartet erst unsere Verbündeten angreifen und erschlagen in ihren Zeltlagern der Moderne, wo sie uns ohnehin den Zugang gewähren, da wir ihr Trojanisches Pferd in unseren Landen aufbewahren. Zumindest den Gegenwert davon, weswegen sie uns gehorchen werden, wenn wir auf allen Ebenen geschickt vorgehen. Sie müssen büssen für ihre Gräueltaten, die sie direkt vor den Füssen unserer Alpen begingen, wo sie als Touristinnen von uns verlangten, uns vor ihrem abgehobenen Gehabe zu beugen wie gehobene Haussklaven, wo sie doch nur Gast und Kunde waren. Unsere Waren sind zwar nicht real, doch wertvoll und nur für die Wohlhabendsten zu haben. Das soll sie nun noch mehr kosten - ihr Blut und ihre ungebrochene Unterordnung - da wir nicht umsonst so passend und angenehm für internationale Treffen bleiben können. Es hat sich schon gezeigt, dass das Internet nicht reicht, um unter sich Entscheidungen zu treffen. Auch käme der Entscheidungsprozess schneller voran, wenn ein scheinbar friedlicher Zeitgenosse den Ton angibt im Sinne des Wuhan - ebenfalls zurückhaltende, aber schmierige Zeitgenossen. Keine echten Aightgenossen, die mit ihren gierigen Augen nichts sehen können durch die Visiere ihrer Geschosse. Wir ahnen es seit Jahren, was längst geschah, doch sahen wir es erst, als unser einstiger Führer bis ins neue Jahrtausend hinein an seiner Überheblichkeit scheiterte. Das Gegenteil muss die Leitung übernehmen und sie muss aus unseren Reihen stammen. Seht ihr schon das Stachelschwein, wie es sich seit den alten Zwanziger schon beweist, nachdem es einst die Neutralität erreichte? Um uns im Dunkel der ausgebeuteten Dschungel- und Wüstenbewohner dringt bereits das künftige Geschrei, das uns ereilen wird, wenn wir nicht auf der Hut sind. Wenn selbst unsere einstige Neue Welt unterging, wie sie es höchstwahrscheinlich ist, sind wir auch nicht geschützt vor der letzten Schlacht, die schon bald beginnt. Nur mal so in die Runde gefragt: Wer wäre alles mit am Start?
 
- RvH - 30.01.2021 - 20:14 - 0295 -